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Deutschland: Baden-Württemberg verbietet Vaping an Freibädern unter strengeren Rauchvorschriften

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Neue Regelungen im Südwesten Deutschlands erweitern ab Juni 2026 Rauch- und Vaping-Verbote auf Spielplätze, Haltestellen im öffentlichen Nahverkehr und öffentliche Schwimmbäder.
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Das Landesparlament von Baden-Württemberg hat eine überarbeitete Version seines Nichtrauchergesetzes aus dem Jahr 2007 beschlossen. Ziel ist es, den Schutz für Nichtraucherinnen und Nichtraucher – insbesondere Kinder und Jugendliche – deutlich zu verbessern. Der strengere Regelkatalog, der von der Grünen-Black-Koalitionsregierung eingebracht wurde, soll in den kommenden Monaten in Kraft treten und das Verhalten der Öffentlichkeit in Outdoor-Freizeiträumen neu ausrichten.

Im Rahmen der neuen Gesetzgebung ist das Rauchen in mehreren stark frequentierten Outdoor-Bereichen verboten. Dazu zählen Kinder-Spielplätze, Außen-Schwimmbäder, Vergnügungsparks, Zoos und Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs. Zusätzlich sollen ausgewiesene Raucherzonen auf Schulhöfen sowie Raucherzimmer in Gebäuden der öffentlichen Hand vollständig abgeschafft werden.

Entscheidend ist: Das Gesetz behandelt E-Zigaretten, Vapes und Shishas nun genauso wie klassische Tabakwaren. Selbst wenn diese Geräte ohne Tabak, Nikotin oder Cannabis verwendet werden, sind sie in den betroffenen Bereichen verboten. Gesetzgeber machten darauf aufmerksam, dass der Prozess des Erhitzens und Vernebelns dieser Substanzen weiterhin potenziell gesundheitsschädliche Emissionen in die Luft freisetzt.

Die praktische Umsetzung des Gesetzes ist bereits in Freibädern spürbar. Obwohl der landesweite Auftrag offiziell erst am 1. Juni beginnt, haben viele Betreiber entschieden, die Regeln bereits zum Start der Badesaison am 1. Mai umzusetzen. Da ein vollständiges Rauchverbot auf großen Liegewiesen schwer durchzusetzen ist, gehen lokale Schwimmbäder mit unterschiedlichen Ansätzen vor:

  • Heilbronn (Neckarhalde): Die Betreiber haben ausgewiesene Raucherzonen eingerichtet – vor allem in der Nähe des Kinderbeckens –, um den Rauch von Familien fernzuhalten. Rettungsschwimmer und Security-Personal überwachen die Einhaltung, was außerdem dazu beiträgt, die massive Menge an weggeworfenen Zigarettenstummeln einzudämmen.
  • Bad Rappenau: Die Anlage verfügt über farblich gekennzeichnete Bereiche, in denen das Rauchen erlaubt ist, während Kiosk und Beckenränder konsequent rauchfrei bleiben.
  • Wertheim: Aufgrund der großen Liegewiese lässt Wertheim das Rauchen auf dem Gras weiterhin zu, verbietet es jedoch unmittelbar rund um die Schwimmbäder strikt.

Im Gegensatz dazu sind natürliche Badeseen derzeit von diesen strengen landesweiten Rauchverboten ausgenommen. An Orten wie dem Breitenauer See bleiben lediglich bestehende Einschränkungen für den Konsum von Cannabis und Shisha bestehen.