Die türkische Regierung erarbeitet ein strenges neues Anti-Tabak-Gesetz mit dem Ziel einer „rauchfreien Generation“ bis 2040. Diese umfassende Gesetzgebung wird das Rauchen und Vapen an zahlreichen öffentlichen Orten verbieten, die Definition von Tabakprodukten auf alle E-Zigaretten ausweiten und bargeldlose Zahlungen für Tabakkäufe vorschreiben, um eine strikte Nachverfolgung zu gewährleisten und Verkäufe an Minderjährige zu verhindern.
Wichtige Erkenntnisse:
- Öffentliche Verbote: Rauchen und Vapen werden an Stränden, auf Spielplätzen und in der Nähe von Krankenhäusern verboten.
- Vapes eingeschlossen: Die Definition von „Tabakprodukten“ umfasst nun alle E-Zigaretten und synthetisches Nikotin.
- Bargeldlose Verkäufe: Tabakkäufe müssen elektronisch abgewickelt werden, um die Verkäufe nachzuverfolgen.
- Harte Strafen: Der Verkauf an Minderjährige wird mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu einem Jahr geahndet.
Die türkische Regierung, insbesondere die AKP-Fraktion im Parlament in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium, hat Pläne für ein radikal neues Anti-Tabak-Gesetz bestätigt, das bis 2040 eine rauchfreie Gesellschaft anstrebt. Diese Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund globaler Bemühungen unter Führung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der EU, die tabakbedingten Todesfälle drastisch zu senken, was unmittelbar zu den vorgeschlagenen Verboten des Rauchens in öffentlichen Räumen und zu strengen neuen Regelungen für E-Zigaretten führt.
Ausweitung rauchfreier Zonen
Laut Berichten der türkischen Zeitung Hürriyet wird der neue Gesetzentwurf das Rauchen oder Vapen an vielen Orten stark einschränken. Ziel ist es, die gesellschaftliche Akzeptanz des Tabakkonsums zu verringern und sich am EU-Ziel auszurichten, dass bis 2040 weniger als 5 % der Bevölkerung Tabak konsumieren sollen.
Der vorgeschlagene Gesetzentwurf wird das Rauchen und Vapen in den folgenden Bereichen verbieten:
- Gotteshäuser und Bildungseinrichtungen.
- Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen.
- Öffentliche Plätze, Spielplätze und Strände.
Neudefinition von Tabak zur Erfassung von Vapes
Ein zentraler Bestandteil der Gesetzgebung ist die Neudefinition eines „Tabakprodukts“. Damit sind nicht mehr nur herkömmliche Zigaretten gemeint. Die neue Definition umfasst alle Produkte mit organischem oder synthetischem Nikotin.
| Produktart | Status nach neuem Gesetz |
|---|---|
| Traditionelle Zigaretten | Streng reguliert; in öffentlichen Räumen verboten. |
| E-Zigaretten & Vapes | Als Tabak eingestuft; allen Verboten unterworfen. |
| E-Shishas & erhitzter Tabak | Als Tabak eingestuft; allen Verboten unterworfen. |
| Nikotinfreie Vapes | Als Tabak eingestuft, wenn sie den Konsum imitieren. |
Dies richtet sich speziell gegen den boomenden Markt farbenfroher, aromatisierter Einweg-Vapes (wie Apfel, Pfirsich oder Bubblegum). Studien wie die deutsche Debra-Studie zum Rauchverhalten zeigen, dass diese Produkte für Jugendliche äußerst attraktiv sind und einer strengen Überwachung bedürfen.
Bargeldlose Verkäufe und strenge Strafen
Um diese Regeln durchzusetzen, plant die Türkei, den Verkauf von Tabak grundlegend zu verändern. Barzahlungen für Tabakprodukte werden verboten; sämtliche Transaktionen müssen elektronisch erfasst werden, um die Kontrolle zu verbessern.
Personen unter 18 Jahren wird der Zutritt zu den ausgewiesenen Konsumbereichen strikt untersagt. Die Strafen bei Verstößen sind hart: Wer beim Verkauf von Tabakprodukten an Minderjährige erwischt wird, muss mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu einem Jahr rechnen.