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Spanien stärkt strikten Anti-Raucher-Plan & Gesundheitsziele 2025

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Das spanische Gesundheitsministerium nimmt mit umfassenden neuen Reformen Einweg-Vapes, Aromen und Krankenhaus-Wartelisten ins Visier.
Spain anti-smoking plan, Spanish vaping regulations

Die spanische Regierung hat unter der Leitung von Gesundheitsministerin Mónica García im Jahr 2024 umfassende Reformen im Gesundheitswesen vorangetrieben. Besonders hervorgehoben wurde die Verabschiedung des umfassenden Plans zur Prävention und Kontrolle des Rauchens (Comprehensive Plan for the Prevention and Control of Smoking). Mit Blick auf 2025 will das Ministerium strenge Regulierungen für das Dampfen finalisieren, rauchfreie Zonen ausbauen und die Primärversorgung grundlegend umstrukturieren.

Am 30. April hat der Ministerrat den Anti-Raucher-Plan 2024-2027 freigegeben. Ein Kernbestandteil besteht darin, die bestehende Gesetzgebung so zu ändern, dass der stark wachsende Vaping-Sektor deutlich stärker reguliert wird.

Derzeit hat das Gesundheitsministerium eine Entwurfsänderung von Königlichem Dekret 579/2017 für die öffentliche Anhörung eröffnet. Diese wichtige Aktualisierung richtet sich speziell gegen Einweg-E-Zigaretten und gegen die Verwendung von Aromen und Duftstoffen in Vaping-Geräten. Darüber hinaus soll das Dekret die Einführung einer generischen/neutralen Verpackung umsetzen, um die visuelle Attraktivität von Tabak- und Vaping-Produkten zu verringern.

Minister García kündigte zudem bevorstehende Änderungen an Gesetz 28/2005 an, die in der ersten Hälfte des Jahres 2025 erwartet werden. Diese werden die rauchfreien Bereiche im ganzen Land erheblich ausweiten – eine Maßnahme, die von der Europäischen Kommission unterstützt wird.

Über die Tabakkontrolle hinaus wurde 2024 die Verabschiedung des Aktionsplans für die Primär- und Gemeindebezogene Versorgung 2025-2027 genehmigt. Um bürokratische Überlastungen zu reduzieren, führt dieser Plan eine selbstzertifizierte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ein und schafft neue administrative Rollen im Gesundheitswesen, sodass Ärztinnen und Ärzte sich stärker auf die Patientenversorgung konzentrieren können.

Die Regierung startete außerdem eine neue Strategie für die Pharmaindustrie, um Zuzahlungen bei Medikamenten anzupassen. So wird sichergestellt, dass Menschen mit niedrigem Einkommen und chronisch kranke Patientinnen und Patienten weiterhin Zugang zu notwendigen Behandlungen haben, ohne finanzielle Härten. Zusätzlich wurden neue medizinische Fachrichtungen geschaffen, darunter Notfallmedizin und Medizinische Genetik.

Mit Blick nach vorn erklärte Minister García 2025 zum „Jahr des Vermächtnisses“ und stellte den Fokus auf die Finalisierung großer Initiativen im Bereich der öffentlichen Gesundheit:

  • Infrastruktur für Public Health: Die Einrichtung der staatlichen Agentur für Public Health sowie ein System für schnelle Warnmeldungen (Rapid Response Alert System) wartet derzeit noch auf die Zustimmung des Parlaments.
  • Psychische Gesundheit: Ein neuer Aktionsplan wird die personellen Ressourcen stärken, die klinische Psychologie für Kinder und Jugendliche fördern und eine Versorgung auf Gemeindeebene vorantreiben, um eine Unterbringung in Einrichtungen zu vermeiden.
  • Alkoholkonsum bei Minderjährigen: Ein Gesetzentwurf ist in Vorbereitung, um den Beginn des Alkoholkonsums hinauszuzögern und Rauschtrinken bei Minderjährigen zu reduzieren.
  • Wartelisten reduzieren: Das Ministerium wird das Wartelisten-Dekret von 2003 aktualisieren, um die Transparenz zu verbessern, und einen Co-Finanzierungsfonds einrichten, um regionale Regierungen zu motivieren, die Wartezeiten für Patientinnen und Patienten zu verkürzen.
  • Direkte Hilfsprogramme: Ein Budget von 48 Millionen Euro finanziert kostenlose Brillen und Kontaktlinsen für gefährdete Kinder. Zusätzlich sollen kostenlose Kondome in Apotheken für Jugendliche bereitgestellt werden.
  • Reformen im Arbeitsbereich: Das Ministerium finalisiert ein Dokument, um 24-Stunden-Schichtdienste im Gesundheitswesen schrittweise abzuschaffen und ein neues Modell für die berufliche Einstufung einzuführen.