• Stag Bar Vape
  • /
  • Vape News
  • /
  • Schweizer Parlament debattiert über schwedisches Snus-Modell zur Senkung der Raucherquote

Inhaltsverzeichnis

4-in-1 Einweg

4 Geschmacksrichtungen und 4 Mesh-Coils in 1 Gerät – für 80.000 Züge!

Kategorien

Schweizer Parlament debattiert über schwedisches Snus-Modell zur Senkung der Raucherquote

Teilen:

Politiker in Bern prüfen, ob oraler Tabak (Snus) und Nikotinbeutel Raucher vom Konsum herkömmlicher Zigaretten abbringen können, und verweisen dabei auf die niedrige Raucherquote in Schweden. Die politische Debatte findet vor dem Hintergrund statt, dass der Verbrauch oraler Nikotinprodukte in der Schweiz laut einer Berichterstattung des SRF von 80 Tonnen im Jahr 2016 auf 455 Tonnen im Jahr 2024 gestiegen ist.

Abgeordnete wägen das schwedische Argument der Schadensminderung ab

Mehrere parlamentarische Vorstösse im Schweizer Bundesparlament verweisen auf die Erfahrungen Schwedens und plädieren für eine möglichst geringe Regulierung von Nikotinbeuteln. In Schweden ist die Raucherquote gesunken, während der Konsum oraler Nikotinprodukte zugenommen hat. Zugleich verzeichnet das Land in der Europäischen Union die niedrigste Rate tabakbedingter Erkrankungen bei Männern.

Tabakhersteller unterstützen diesen Ansatz. In einer Stellungnahme gegenüber SRF verwies Philip Morris auf frühere Aussagen von Experten der Weltgesundheitsorganisation, wonach rauchfreie Produkte den Rückgang des Zigarettenrauchens beschleunigen können. Befürworter argumentieren, dass orale Alternativen einen gangbaren Weg weg vom Konsum brennbarer Tabakprodukte bieten.

Gesundheitsorganisationen stellen Aussagen zur Rauchentwöhnung infrage

Schweizer Präventionsgruppen, darunter Transparency and Truth, widersprechen den Aussagen der Branche. Sie verweisen auf schwedische Studien, denen zufolge nur wenige Raucher tatsächlich auf oralen Tabak umsteigen. Stattdessen könnten Nikotinbeutel den Nikotinkonsum insgesamt erhöhen und Jugendlichen den Einstieg erleichtern.

Schwedische Gesundheitsbehörden haben darauf hingewiesen, dass die vorliegenden Daten nicht belegen, dass Snus Raucher dazu bringt, weniger Zigaretten zu konsumieren. Deshalb fordern Schweizer Akteure im Bereich der öffentlichen Gesundheit die zuständigen Behörden auf, ihre Politik nicht aufgrund unbelegter Aussagen zur Rauchentwöhnung zu lockern.

Marktzugang und Jugendschutz in Einklang bringen

Der Nationalrat Philipp Matthias Bregy (Die Mitte/Wallis) reichte zwei parlamentarische Vorstösse ein, in denen er den Bundesrat aufforderte, das schwedische System zu prüfen. Obwohl sich Bregy von Tabaklobbyisten distanziert, unterstützt er das Ziel, die Rauchbelastung für die Bevölkerung zu verringern.

„Es ist wünschenswert, die Zahl der Produkte zu reduzieren, bei deren Konsum Rauch entsteht“, erklärte Bregy und verwies auf Schweden als mögliches Vorbild. Zugleich betonte er, dass Massnahmen zur Schadensminderung den Jugendschutz nicht beeinträchtigen dürften. Er forderte strenge digitale Alterskontrollen, um zu verhindern, dass Minderjährige Tabakprodukte online bestellen.