Eine wachsende Zahl internationaler Urlaubsziele – darunter Thailand, Singapur und Australien – hat strenge, konsequente Null-Toleranz-Verbote für E-Zigaretten eingeführt. Unwissende Touristen sehen sich zunehmend mit Vor-Ort-Strafen von über 1.000 US-Dollar und der Drohung mehrjähriger Haftstrafen konfrontiert, nur weil sie Vaping-Geräte besitzen oder nutzen. Das hat zu dringenden Warnungen von Botschaften und Reiseagenturen geführt.
Der Thai-Einsatz: Eine kostspielige Lektion für Touristen
Thailand zählt weiterhin zu den strengsten und vaperfeindlichsten Regulierungsumgebungen der Welt. Nachdem im Jahr 2014 weitreichende Vaping-Verbote eingeführt wurden, untersagt das Königreich sowohl den Verkauf als auch die Nutzung aller erhitzten Tabakprodukte. Wie drastisch diese Gesetze sind, hat zwei englische Urlauber kürzlich überrascht, als sie beim Vaping am Strand erwischt wurden.
Laut der Reisereporterin Sara Green wurden das Paar von den Behörden angesprochen, zur Polizeiwache gebracht und einer „einschüchternden“ Befragung unterzogen. Letztlich wurden sie erst wieder freigelassen, nachdem sie eine Vor-Ort-Strafe von 40.000 Thai Baht (ca. 1.126 US-Dollar) bezahlt hatten. Die Behörden machten dem Paar ausdrücklich klar, dass ein zweites Vergehen zu einer fünfjährigen Haftstrafe führen kann.
Die thailändische Botschaft hat zu diesem Thema klare Vorgaben veröffentlicht. Dort heißt es: „Reisende, die nach Thailand kommen, wird dringend empfohlen, keine elektronischen Zigaretten mitzubringen – ebenso kein Zubehör oder keine Geräte, die mit E-Zigaretten in Verbindung stehen.“ Die Botschaft weist darauf hin, dass Unkenntnis des Gesetzes keine gültige Verteidigung ist. Sowohl Ausländer als auch thailändische Staatsbürger können sofort festgenommen und mit Geldstrafen belegt werden, die „mehrfach den Wert des illegalen Gegenstands“ betragen.
Globale Vaping-Verbote: Ein vergleichender Blick
Thailand ist kein Einzelfall. Rund 30 Länder weltweit haben komplette Verbote für E-Zigaretten eingeführt. Die folgende Tabelle zeigt einige der strengsten internationalen Strafen, die Reisende zu beachten haben.
| Land | Vaping-Status | Maximal mögliche Strafen |
|---|---|---|
| Thailand | Komplettes Verbot | Bußgelder bis zu ca. 1.126 US-Dollar; bis zu 5 Jahre Haft. |
| Singapur | Komplettes Verbot | 1.500 US-Dollar Bußgeld bei Besitz; 7.800 US-Dollar + 6 Monate Haft beim Import. |
| Australien | Streng nur auf Rezept | Bußgelder bis zu 32.000 US-Dollar; bis zu 2 Jahre Haft bei illegaler Nutzung. |
| Spanien | Selektives Verbot | Bußgelder bis zu 2.600 US-Dollar fürs Vaping auf ausgewiesenen öffentlichen Stränden. |
Die wachsende Liste der „No-Vape“-Nationen
Die globale Regulierungslandschaft wird zunehmend zersplittert. In Singapur gilt seit 2018 ein vollständiges Verbot – bereits das bloße Besitzen eines Geräts ist eine strafbare Handlung. Wer als Ersttäter beim Import von Vapes erwischt wird, muss mit verheerenden finanziellen und rechtlichen Folgen rechnen.
Die vollständige Liste der Länder mit kompletten Verboten umfasst große Tourismus- und Wirtschaftszentren wie Mexiko, Brasilien, Indien, Katar und Vietnam. Selbst Länder ohne komplettes Verbot setzen strenge selektive Verbote um. So hat beispielsweise Spanien das Vaping auf mehreren öffentlichen Stränden untersagt, um Umweltverschmutzung und Belästigungen in der Öffentlichkeit einzudämmen – Verstöße werden mit Bußgeldern von bis zu 2.600 US-Dollar geahndet.
Reisevorbereitung ist Pflicht
Für internationale Reisende ist die Zeit vorbei, in der man einfach nebenbei eine E-Zigarette einpackt. Die Annahme, Vaping werde weltweit ähnlich wie herkömmlicher, brennbarer Tabak behandelt, ist ein gefährliches Missverständnis, das zu erheblichen rechtlichen Problemen führen kann. Reiseagenturen und Reiseveranstalter müssen ihre Kundschaft proaktiv über diese strengen Gesetze aufklären. Während die regierende Pheu-Thai-Partei ihre Anti-Vape-Polizeiarbeit verstärkt und weitere Länder nachziehen, müssen Touristen vor der Einreise eine gründliche Recherche zur Rechtslage priorisieren, um aus dem Urlaub keine rechtliche Krise werden zu lassen.