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Razzia der deutschen Zollbehörden in Stuttgart Vape Expo: Beschlagnahmungen & Verhaftungen

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Die Behörden gehen gegen unversteuerte E-Liquids und Verstöße gegen die TPD vor und sorgen für massive Beschlagnahmungen auf der Ausstellung „The Hall of Vape“.
Stuttgart vape expo raid, German customs vape tax

Deutsche Zollbeamte und die Polizei haben bei der Stuttgarter „Hall of Vape“-Ausstellung eine große Durchsuchungs- und Kontrollaktion gestartet. Die konsequente Durchsetzung richtet sich gegen Aussteller, die gegen die Tabakerzeugnisrichtlinie (TPD) der Europäischen Union sowie gegen die E-Liquid-Steuergesetze in Deutschland verstoßen. Das führt zu weitreichenden Beschlagnahmungen von Produkten und zu mehreren Festnahmen.

Während des Wochenend-Events überprüften die Behörden die Stände systematisch auf korrekte Steuerkennzeichen und TPD-Konformität. Vorgeschrieben ist dabei eine maximale E-Liquid-Kapazität von 2 ml für Einweg-Vapes. Produkte, die diese Vorgaben nicht erfüllten, wurden sofort von der Ausstellungsfläche entfernt.

Der offizielle Zollbericht deckte erhebliche Unregelmäßigkeiten in der gesamten Ausstellung auf:

  • Weitreichendes Ausweichen: Von 15 überprüften Ständen wurden bei 11 Verstößen gegen die Vorschriften festgestellt. In der Folge wurden nahezu 300 Liter unversteuerte Tabakerzeugnis-Ersatzstoffe beschlagnahmt.
  • Finanzielle Auswirkungen: Der kommerzielle Import dieser illegalen Produkte führte zu rund 46.000 € an hinterzogenen Tabaksteuern. Die Behörden stellten 36.000 € als Sicherheit für drohende Geldstrafen bereit und leiteten acht strafrechtliche Verfahren ein.
  • Festnahmen: Die Polizei führte mindestens zwei Personen vom Gelände, nachdem sie sich geweigert hatten, eine sofort fällige Geldbuße in Höhe von 800 € für nicht konforme Produkte zu zahlen. Zusätzlich wurden sechs Standmitarbeiterinnen bzw. -mitarbeiter der Landespolizei übergeben, weil der Verdacht auf illegalen Aufenthalt bestand.

Die Razzia umfasste die vollständige Beschlagnahmung des Bestands bei bestimmten Ausstellern, insbesondere der Marke „Juice N Power“.

Diese strikte Durchsetzung folgt auf das Ende der Steuer-Übergangsphase in Deutschland im Februar 2023. Seit Juli 2022 unterliegen E-Liquids einer Steuer von 16 Cent pro Milliliter. Die Razzien verdeutlichen, dass die deutsche Regierung ihre Politik der Nulltoleranz gegenüber Steuerhinterziehung und nicht konformen Vape-Produkten weiter verschärft. Parallel dazu laufen weiterhin Beratungen im Bundesrat, um Einweg-Vapes komplett zu verbieten.