Die Regierung von Spanien hat offiziell einen Erlass genehmigt, der den Verkauf von aromatisierten erhitzten Tabakerzeugnissen (HTPs) verbietet und damit ihre Rechtsstellung faktisch an die von herkömmlichen Zigaretten angleicht. Angetrieben von Gesundheitsministerin Mónica García soll diese Verschärfung der Regulierung darauf abzielen, die hohe tägliche Rauchrate des Landes zu senken – derzeit 26% der Erwachsenen, deutlich über dem globalen Durchschnitt – indem ansprechende Aromen beseitigt werden, die oft als Einstiegsfaktor in die Abhängigkeit dienen.
Die neue Regelung richtet sich strikt an Produkte, die tatsächlich Tabakblatt über Pyrolyse verwenden, statt liquidbasierte E-Zigaretten. Mit dem Erlass gelten folgende Einschränkungen:
- Komponenten-Einschränkungen: Filter, Drehpapier, Verpackungen und Kapseln dürfen keinerlei Aromastoffe, Duftstoffe oder Verfahren enthalten, die dazu bestimmt sind, den Geschmack zu verändern oder den Rauch zu intensivieren.
- Grenzen für Inhaltsstoffe: Filtern, Papier und Kapseln ist ausdrücklich untersagt, jeglichen Tabak oder Nikotin zu enthalten.
- Grafische Kennzeichnung: Die gesamte Außenverpackung von HTPs muss spezifische Farbfotos sowie die ausdrückliche Warnung tragen: „Tabakrauch enthält mehr als 70 krebserregende Stoffe.“
Obwohl sich dieser aktuelle Erlass ausschließlich auf erhitzten Tabak konzentriert, bestätigte Gesundheitsministerin García, dass weiterreichende Regelungen unmittelbar bevorstehen. Die Regierung arbeitet aktiv an einem umfassenden Plan zur Prävention und Kontrolle des Rauchens. Die kommende Gesetzgebung wird Standard-Liquid-Vapes ins Visier nehmen – die García kritisierte, weil sie süße Aromen aufweisen und wie Spielzeug aussehen – und wird rauchfreie Bereiche in ganz Spanien ausweiten, um die öffentliche Gesundheit weiter zu schützen.