Burkhard Blienert, Deutschlands Beauftragter für Suchtfragen und Drogen, hat ein striktes Verbot aromatisierter E-Zigaretten und Tabakwerbung gefordert. Dieser Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Bedenken, dass günstige, grellfarbene Einweg-Vapes mit süßen Aromen in aggressiver Weise Teenager im ganzen Land ansprechen.
Blienert kritisierte die allgegenwärtige Präsenz von Vape-Shops und stellte ihre auffällige Vermarktung mit dem Verkauf von Süßigkeiten gleich. Außerdem verurteilte er Online-Händler dafür, dass sie starke Rabatte anbieten, um junge, erstmals kaufende Kunden anzulocken.
Um diesem Trend entgegenzuwirken, signalisierte Blienert, dass der nächste Schritt der Bundesregierung darin besteht, Tabak- und Vaping-Werbung sowie Branchen-Sponsoring vollständig zu verbieten. Die Tabakindustrie wendet derzeit schätzungsweise 250 Millionen Euro pro Jahr für diese Aktivitäten auf – eine Zahl, die Blienert auf null reduzieren will.
Neben Aromen und Vermarktung richten deutsche Behörden auch den Fokus auf die Geräte selbst:
- Altersbeschränkungen: Obwohl es rechtlich auf Erwachsene beschränkt ist, steigen die Zahlen des Vaping bei Jugendlichen in Deutschland weiter.
- Umweltauswirkungen: Der Bundesrat hat jüngst einen Vorstoß unterstützt, der die EU auffordert, Einweg-Vapes vollständig zu verbieten und sie als gefährlichen Elektroschrott einzustufen.
Bemerkenswert ist: Während er strengere Regeln fürs Vaping vorantreibt, hat Blienert parallel in Deutschland die Legalisierung kleiner Mengen Cannabis befürwortet – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass dessen Werbung strikt untersagt bleibt.