Der polnische Präsident Andrzej Duda hat eine Änderung des nationalen Gesundheitsschutzgesetzes unterzeichnet und damit den Verkauf aromatisierter erhitzter Tabakprodukte offiziell verboten. Dieses gesetzgeberische Meilensteinereignis bringt Polen in Einklang mit EU-Vorgaben, die darauf abzielen, den Reiz alternativer Tabakprodukte für Verbraucher einzudämmen.
Das Gesetz tritt 14 Tage nach seiner offiziellen Veröffentlichung in Kraft und gibt Unternehmen ein neunmonatiges Übergangsfenster, um vorhandene Bestände abzubauen. Das Verbot reagiert auf eine massive Veränderung der Konsumgewohnheiten: Daten der Europäischen Kommission zeigen, dass sich die Verkäufe von erhitztem Tabak in der EU in den letzten Jahren um 2.009 % sprunghaft erhöht haben und damit 3,33 % des gesamten Tabakmarkts erreicht wurden.
Währenddessen bereiten polnische Abgeordnete bereits den nächsten regulatorischen Schritt vor. Der Sejm prüft einen separaten Gesetzentwurf, der den Verkauf sämtlicher E-Zigaretten – einschließlich nikotinfreiem Vaping ohne Nikotinsalze – an Minderjährige unter 18 Jahren verbieten würde.