Die portugiesische Regierung hat im Staatshaushalt 2024 Steuererhöhungen auf Tabak und E-Zigaretten vorgeschlagen. Ziel ist es, 176,6 Millionen Euro Einnahmen zu generieren. Der Plan führt eine Besteuerung nikotolfreier elektronischer Zigaretten ein und ordnet die Abgaben künftig nach dem Nikotingehalt statt nach den Einzelhandelspreisen.
Laut dem Haushaltsdokument soll die Besteuerung nikotolfreier E-Zigaretten das schnelle Wachstum dieser Produkte in Portugal adressieren. Die Regierung sieht diese Geräte als eine Art Einstieg in Rauchgewohnheiten für neue Konsumentinnen und Konsumenten und zugleich als ein Risiko für die öffentliche Gesundheit – auch wegen fehlender regulatorischer Kontrolle.
Die Politik richtet sich zudem auf günstigere Alternativen wie Cigarillos und Feinschnitt-Tabak, die besonders bei jüngeren Zielgruppen Anklang finden. Nach den neuen Regeln werden diese Produkte höheren Steuerlasten unterliegen, um ihre Erschwinglichkeit zu senken.
Wenn Hersteller die Steuererhöhungen an Verbraucher weitergeben, steigt der Preis für eine Standardpackung Zigaretten um 30 bis 40 Cent. Cigarillos, die derzeit für etwa 2,50 bis 3,00 Euro im Handel erhältlich sind, könnten sich im Preis verdoppeln.
| Produkttyp | Neuer Steuersatz / Preiswirkung |
|---|---|
| Zigarettenpackung | Erhöhung um 0,30 bis 0,40 € pro Packung |
| Cigarillos | Einzelhandelspreise sollen sich verdoppeln |
| Aromatisierte E-Liquids (nikotinfrei) | 12,5% Steuersatz |
| E-Liquids mit Nikotin | 25% Steuersatz |
| Vapor (erhitzte Flüssigkeit) | 50% Steuersatz |
| Feinschnitt-Tabak | 75% der Steuer, die auf Standardzigaretten erhoben wird |
Für E-Zigaretten sollen aromatisierte Liquids einen Steuersatz von 12,5% erhalten; dieser steigt auf 25%, wenn die Liquids Nikotin enthalten. Der durch batteriebetrieben erhitzte Liquid entstehende Dampf wird mit einem Steuersatz von 50% besteuert, während Feinschnitt-Tabak mit 75% des Steuersatzes belastet wird, der für Standardzigaretten gilt.