Die slowenische Nationalversammlung hat eine Änderung des Tabakkontrollgesetzes des Landes verabschiedet, die alle Dampf-Aromen außer Tabak verbietet. Die Regelungen gelten sowohl für nikotinhaltige als auch für nikotinfreie Produkte sowie für erhitzten Tabak.
Details zur Änderung und Umsetzungszeitplan
Die Gesetzgebung, verabschiedet am 28. März 2024, sah zunächst eine Zulassung von Menthol-Aromen vor. Allerdings haben die Abgeordneten den Gesetzentwurf geändert, sodass rechtmäßige E-Liquids strikt auf den Tabakaromastoff beschränkt werden. Das Gesetz tritt 15 Tage nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft, gefolgt von einer 12-monatigen Übergangsfrist für Händler, um ihren Bestand abzubauen.
Die Verbreitung des erwachsenen Dampfens (Vaping) in Slowenien liegt bei 1,48 %, was ungefähr 26.200 Vapern entspricht, laut dem Bericht „Global State of Tobacco Harm Reduction“. Demgegenüber rauchen über 400.000 Slowenen brennbare Zigaretten, das entspricht 22,7 % der erwachsenen Bevölkerung. Außerdem erhebt das Land eine Steuer auf E-Liquids von 0,18 € pro Milliliter.
Slowenien reiht sich in die wachsende Liste europäischer Aromenverbote ein
Mit dieser Abstimmung schließt sich Slowenien einer wachsenden Liste europäischer Länder an, die E-Zigaretten-Aromen einschränken. Kein europäisches Land hat bisher ein vollständiges Verbot aller Vaping-Produkte beschlossen, doch Aromenbeschränkungen werden zunehmend häufiger.