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Deutscher Bundesrat drängt auf ein Verbot von Einweg-Vapes

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Der deutsche Bundesrat und Gesundheitsexperten setzen sich für ein landesweites Verbot von Einweg-E-Zigaretten ein, um die steigende Abhängigkeit von Jugendlichen einzudämmen.
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Der Deutsche Bundesrat, unterstützt von der Bundesumweltministerin Steffi Lemke, fordert die Bundesregierung offiziell dazu auf, Einweg-E-Zigaretten im gesamten Land zu verbieten. Dieser gesetzgeberische Schwung folgt auf eine im Januar gestartete Initiative der Bayerischen Staatsregierung für ein EU-weites Verbot mit dem Ziel, die rasch wachsende Epidemie des Nikotinkonsums bei Jugendlichen einzudämmen.

Einweg-Vapes haben sich in der Bundesrepublik schnell zu einer riesigen Industrie entwickelt. Laut dem Deutschen E-Zigaretten-Handelsverband (VdeH) haben die Verkäufe von E-Zigaretten im vergangenen Jahr über 300 Millionen Euro generiert.

Derzeit werden in Deutschland jeden Monat mehr als 5 Millionen Einweg-Devices verkauft. Vor allem von chinesischen Marken wie Elfbar und Stagbar dominiert, sind diese Vapes in Supermärkten und spät abends in Convenience-Stores (Spätis) für nur sieben bis 10 Euro erhältlich und bieten Nutzern pro Gerät bis zu 600 Züge.

Der zentrale Treiber hinter dem vorgeschlagenen Verbot ist der alarmierende Anstieg des Rauchens bei Jugendlichen. Eine aktuelle repräsentative Umfrage ergab, dass 15,9 Prozent der Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren in Deutschland inzwischen zugeben, zu rauchen. Suchtexperten warnen, dass diese Produkte aufgrund mehrerer täuschender Merkmale als die „Alkopops des Rauchens“ wirken:

  • Kindgerechte Geschmacksrichtungen: Optionen wie „Apple Peach“ und „Blueberry Sour Raspberry“ überdecken die unangenehmen Realitäten des traditionellen Rauchens.
  • Hohe Nikotingehalte: Einweg-E-Zigaretten können deutlich höhere Mengen Nikotin enthalten als herkömmliche Zigaretten.
  • Trügerisches Sicherheitsgefühl: Der gleichmäßige Dampf kratzt den Hals nicht und erzeugt so eine gefährliche Illusion, das Produkt sei harmlos.

Christina Schadt, Leiterin der Suchtprävention Berlin (Suchtprävention Berlin), warnte, dass diese Geräte als direkte Einstiegsdroge für Nichtraucher fungieren: Sie bringen junge Menschen unter dem Deckmantel eines harmlosen Leckerbissens an einen exzessiven Nikotinkonsum heran.

Darüber hinaus nutzen Vape-Unternehmen aggressiv soziale Medien, um traditionelle Werbebeschränkungen zu umgehen. Eine Untersuchung von 2022 der Observer zeigte, wie Elfbar TikTok-Influencer damit beauftragte, ihre Produkte online über bezahlte Partnerschaften zu bewerben.

Da diese gesponserten Videos nicht immer eindeutig als Werbung gekennzeichnet sind, dringen sie leicht in die Feeds der überwiegend jungen Nutzerbasis von TikTok ein. Da die Hälfte der Acht- bis Elfjährigen und drei Viertel der 16- bis 17-Jährigen auf der Plattform ein Konto führen, scheint das Zusammenspiel aus Marketing und Ablenkung bei deutschen Jugendlichen offenbar bestens zu funktionieren.

Update: Der Vorschlag stößt im Inland auf Widerstand. Der CDU-Abgeordnete Tino Sorge kritisierte ein mögliches „totales Verbot“ und plädierte stattdessen für strengere Maßnahmen zum Jugendschutz. Er wies zudem darauf hin, dass das Vaping-Marketing stark auf junge Menschen abzielt.