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Schweiz: Genf verbietet Einweg-Vapes sofort – Bußgelder bis zu 40.000 CHF

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Genf schließt sich anderen Schweizer Kantonen an und verbietet Einweg-E-Zigaretten, um Jugendliche und die Umwelt zu schützen – trotz Widerstand aus der Branche.
Geneva disposable vape ban, Swiss e-cigarette laws

Der Große Rat in Genf hat ein sofortiges Verkaufsverbot für Einweg-E-Zigaretten erlassen und damit eine wachsende Bewegung in ganz Schweiz befördert, die den Verkauf der Geräte einschränken will. Getrieben von der Sorge vor Jugendabhängigkeit und Umweltschäden bedroht die neue Regelung Händler bei Nichteinhaltung mit Bußgeldern von bis zu 40.000 CHF.

Während der Verkauf von Einweg-„Puff Bars“ nun illegal ist, haben die Behörden klargestellt, dass wiederaufladbare E-Zigaretten weiterhin erlaubt bleiben. Zudem ist die Nutzung von E-Zigaretten durch Erwachsene über 18 weiterhin legal, allerdings gelten strenge Regeln für den öffentlichen Konsum – insbesondere in der Nähe von Schulen, im öffentlichen Nahverkehr und in Innenräumen.

Der Parlamentarier Jennifer Conti bezeichnete die jugendgerichteten Produkte als eine „Schande“ und verwies auf eine Unisanté-Studie aus dem Jahr 2023, die zeigt, dass 59 Prozent der jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 25 Jahren bereits einmal Vaping ausprobiert haben.

Die Notfallklausel von Genf richtet Genf auf eine Linie mit anderen Schweizer Kantonen aus, die bereits vor der Bundesgesetzgebung lokal handeln:

  • Aktive Verbote: Bern, Jura und Wallis haben den Verkauf von Einweg-Vapes bereits untersagt.
  • Bevorstehende Einschränkungen: Basel-Stadt, Tessin, Solothurn, Schaffhausen und Waadt verfolgen derzeit ähnliche Maßnahmen.

Doch die Tabakindustrie wehrt sich aktiv gegen die lokalen Durchgriffe. Philip Morris International argumentiert, dass kantonale Verbote die lokale Zuständigkeit überschreiten und landesweit Verwirrung stiften. Das Unternehmen hat gegen das Verbot in Waadt beim Bundesgericht Berufung eingelegt – eine Entscheidung, die die künftige Rolle der kantonalen Behörden im Bereich Tabakkontrolle prägen könnte.

Währenddessen zeichnet sich ein landesweites Verbot klar ab: Nach den Zustimmungen des Schweizer Nationalrats im Juni 2024 und des Senats im Juni 2025 ist nun der Bundesrat damit beauftragt, das Tabakproduktegesetz so zu ändern, dass Einweg-Vapes in ganz Schweiz verboten werden.

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