Inhaltsverzeichnis

4-in-1 Einweg

4 Geschmacksrichtungen und 4 Mesh-Coils in 1 Gerät – für 80.000 Züge!

Kategorien

Deutschland schreitet mit landesweitem Verbot für Einweg-Vapes voran

Teilen:
Der Bundesrat genehmigt eine Änderung mit der Begründung schwerer Recyclingbrände und der Verschwendung von Lithium-Ressourcen.
Germany disposable vape ban, Bundesrat e-cigarette ban

Der deutsche Bundesrat hat offiziell die Ausweitung eines landesweiten Verbots für Einweg-E-Zigaretten vorangetrieben. Diese Gesetzesinitiative, die das Gesetz über Elektro- und Elektronikgeräte (ElektroG) ändert, reagiert direkt auf zunehmende Umweltgefahren und die täglichen Brände in Entsorgungsbetrieben, die durch weggeworfene Dampfgeräte verursacht werden.

Die Änderung wird besonders stark von dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) unterstützt – gemeinsam mit einer breiten Koalition aus Gesundheits-, Verbraucher- und Nichtregierungsorganisationen zum Thema Brandschutz.

BDE-Präsidentin Anja Siegesmund erklärte, dass das Verbot längst überfällig sei. Da Einweg-Vapes häufig in den Restmüll geworfen, in Papiercontainer oder in die Umwelt gelangen statt ordnungsgemäß recycelt zu werden, stellen sie eine kritische Gefahr für die Entsorgungsinfrastruktur des Landes dar.

Siegesmund nannte die zentralen Gründe, die ein sofortiges Verbot erforderlich machen:

  • Brände in der Infrastruktur: Die eingebetteten Lithium-Ionen-Batterien entzünden sich leicht, wenn sie zerdrückt werden, und verursachen fast täglich Brände in Sammelfahrzeugen und Recyclinganlagen – manchmal mit Totalschäden für ganze Einrichtungen.
  • Ressourcenverknappung: Sieben Einweg-E-Zigaretten enthalten so viel Lithium wie ein Mobiltelefon – das steht in direktem Widerspruch zu den nationalen Zielen für einen verantwortungsvollen Einsatz von Rohstoffen.
  • Öffentliche Gesundheit: Die Einweg-Geräte bergen fortlaufende Gesundheitsrisiken – insbesondere im Hinblick auf den Zugang Jugendlicher und die Attraktivität der Produkte.

Damit das landesweite Verbot rechtskräftig wird, muss es nun noch den Deutschen Bundestag passieren. Auch wenn die Änderung des ElektroG allein nicht alle batteriebefundenen Brände in der Entsorgungsbranche lösen wird, bezeichnete Siegesmund sie als einen entscheidenden ersten Schritt. Der BDE fordert die Gesetzgeber auf, im Dezember das nationale Verbot von Einweg-E-Zigaretten formell zu beraten und zu verabschieden.