Der parlamentarische Gesundheitsausschuss in Österreich hat eine entscheidende Änderung zum Tabak- und Nichtraucherschutzgesetz gebilligt. Damit wird die Grundlage geschaffen, um Einweg-E-Zigaretten bis Anfang 2027 vollständig vom Markt zu verbannen. Dieses gesetzgeberische Meilensteinereignis bringt Österreich in Einklang mit einer rasant wachsenden europäischen Initiative, die auf die Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen von Einweg-Vape-Produkten abzielt.
Das geplante Verbot geht auf zentrale Sicherheits- und ökologische Bedenken ein. Einweg-Vapes, die integrierte Lithium-Ionen-Batterien enthalten, werden häufig in den Hausmüll entsorgt statt in eigens dafür vorgesehene Recyclingzentren. Der Verband Österreichischer Entsorgungsunternehmen (VOEB), der das Verbot begrüßt, hat gewarnt, dass diese Batterien für Entsorgungsanlagen eine „existentielle Bedrohung“ darstellen und es regelmäßig zu gefährlichen Bränden kommt, wenn die Batterien in Müllwagen oder Sortieranlagen zerquetscht werden. Darüber hinaus führt eine unsachgemäße Entsorgung zum dauerhaften Verlust wertvoller, begrenzter Ressourcen – darunter Lithium, Kobalt, Nickel und Blei.
Die öffentliche Meinung in Österreich steht der Einschränkung stark positiv gegenüber. Eine vom VOEB in Auftrag gegebene Umfrage ergab, dass drei von vier Österreicherinnen und Österreicher ein Verbot aus Umweltgründen unterstützen.
Damit die Änderung in Kraft treten kann, muss sie vor der offiziellen Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt noch den Nationalrat und den Bundesrat passieren. Sobald sie finalisiert ist, wird Österreich zu europäischen Nachbarn wie Belgien, Frankreich und dem Vereinigten Königreich stoßen, die Einweg-Vapes bereits verboten haben, während Deutschland aktiv auf vergleichbare restriktive Maßnahmen hinarbeitet.