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Südkorea stuft Vapes als Zigaretten ein – überarbeitetes Tabakgesetz

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Ein überarbeiteter Tabakgeschäftsgesetz schließt rechtliche Schlupflöcher und unterwirft Flüssig-E-Zigaretten strengen Bußgeldern für Rauchverbotszonen sowie Werbebeschränkungen.
South Korea vape regulations, Tobacco Business Act

Ab dem 24. April wird Südkorea Flüssig-E-Zigaretten offiziell als Tabakerzeugnisse einstufen und damit denselben strengen Gesundheitswarnungen, Werbebeschränkungen sowie Durchsetzungsmaßnahmen für Rauchverbotszonen wie bei herkömmlichen Zigaretten unterwerfen.

  • Erweiterte Definition: Das überarbeitete Tabakgeschäftsgesetz umfasst nun alle Produkte, die aus Tabak oder Nikotin hergestellt werden, und schließt damit frühere rechtliche Schlupflöcher.
  • Geldbußen werden durchgesetzt: Vape-Nutzer können der 100.000 Won (68 US-Dollar) Geldstrafe für die Nutzung von Geräten in ausgewiesenen Nichtraucherbereichen künftig nicht mehr entgehen.
  • Verkaufsbeschränkungen: Auf automatische Verkaufsgeräte werden strengere Kontrollen ausgeweitet, um zu verhindern, dass Minderjährige Vapes kaufen.

Das südkoreanische Ministerium für Gesundheit und Soziales hat bestätigt, dass ab dem 24. Flüssig-E-Zigaretten denselben strengen Vorschriften unterliegen wie herkömmliche Zigaretten. Diese regulatorische Wende, angetrieben durch steigende Nutzungsraten bei Jugendlichen, schließt rechtliche Schlupflöcher, die Vapes zuvor von strengen Tabakkontrollgesetzen ausnahmen.

Die im Februar verabschiedete Änderung des Tabakgeschäftsgesetzes erweitert die rechtliche Definition von Tabakerzeugnissen und umfasst nun alle nikotinhaltigen Produkte. Zuvor erkannte das Gesetz nur Produkte an, die direkt aus Tabakblättern hergestellt wurden.

Folglich fallen Vapes nun unter das Gesetz zur Förderung der nationalen Gesundheit. Das schreibt bildliche Gesundheitswarnhinweise auf der Verpackung vor und verhängt weitreichende Einschränkungen für Werbung. Die Revision führt außerdem strenge Vorgaben zu Standort und Lizenzierung für automatisierte Vape-Verkaufsautomaten ein, um den Verkauf an Minderjährige über unbemannte Stores einzudämmen.

Entscheidend für Nutzer: Die Gesetzesänderung beseitigt ein großes Vollzugs-Schlupfloch. Zuvor wurden Geldstrafen über 100.000 Won (68 US-Dollar), die in Rauchverbotszonen verhängt wurden, häufig aufgehoben, wenn der Verstoß mit einer Flüssig-E-Zigarette statt mit einer brennbaren Zigarette begangen wurde. Diese Ausnahme wird nun abgeschafft.

Das behördliche Vorgehen wird maßgeblich durch veränderte Konsumgewohnheiten motiviert – besonders bei Jugendlichen. Laut der Korea Disease Control and Prevention Agency (KDCA) hat das Vapen mittlerweile das herkömmliche Rauchen bei jungen Frauen überholt.

Art des TabakerzeugnissesNutzungsrate (weibliche Schülerinnen, Klassen 6–11, 2025)
Flüssig-E-Zigaretten (Vapes)1,54%
Herkömmliche Zigaretten1,33%
Heat-Not-Burn-Tabak0,32%

Auch bei Erwachsenen spiegelt sich diese Entwicklung wider. KDCA-Daten zeigen, dass der Vape-Konsum bei Erwachsenen von 2% im Jahr 2016 auf 3,8% im Jahr 2024 gestiegen ist. Umgekehrt ging das Rauchen herkömmlicher Zigaretten bei Erwachsenen deutlich von 23,2% im Jahr 2013 auf 15,9% im Jahr 2024 zurück.

Das Ministerium für Gesundheit und Soziales wird gemeinsam mit den lokalen Behörden ab Ende April aggressive Compliance-Checks bei Einzelhändlern, Herstellern und in Rauchverbotszonen starten.

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