Die ukrainischen Aufsichtsbehörden gehen in allen Eigentumssektoren verstärkt gegen das Rauchen am Arbeitsplatz vor. Gemäß Artikel 13 des ukrainischen Gesetzes zur Tabakkontrolle drohen sowohl der einzelnen Person als auch dem Betreiber der Räumlichkeiten staatliche Geldbußen, wenn sie in einem Büro, einer Werkstatt oder einer gewerblich genutzten Einrichtung rauchen oder dampfen.
Rechtlicher Geltungsbereich: Verbotene Geräte an ukrainischen Arbeitsplätzen
Die ukrainischen Anti-Tabak-Gesetze gehen weit über herkömmliche Zigaretten hinaus. Das gesetzliche Verbot gilt in geschlossenen Arbeitsräumen gleichermaßen für E-Zigaretten, Tabakerhitzer (HTPs) und Wasserpfeifen.
Laut den offiziellen Hinweisen des Staatlichen Dienstes der Ukraine für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (Derzhprodspozhyvsluzhba) gilt das Verbot in Innenräumen für alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Rechtsform. Bei medizinischen, Bildungs- und Sporteinrichtungen erstreckt sich das Verbot zudem auf das gesamte Außengelände.
Haftung von Beschäftigten: Verwaltungsstrafen und Maßnahmen des Arbeitgebers
Beschäftigte, die beim Rauchen in nicht dafür zugelassenen Bereichen am Arbeitsplatz erwischt werden, müssen mit einem Verwaltungsverfahren gemäß Artikel 175-1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten der Ukraine (CAO) rechnen.
- Erstverstoß: Eine amtliche Verwarnung oder eine Geldbuße zwischen 51 und 170 UAH (3 bis 10 nicht steuerpflichtige Mindesteinkommen).
- Wiederholter Verstoß innerhalb eines Jahres: Eine Geldbuße zwischen 170 und 340 UAH (10 bis 20 nicht steuerpflichtige Mindesteinkommen).
Diese Sanktionen werden direkt von der Nationalpolizei bearbeitet und verhängt. Unternehmensleitungen dürfen keine internen Geldbußen verhängen oder bei Verstößen gegen das Rauchverbot automatische Gehaltsabzüge vornehmen. Gemäß Artikel 147 des ukrainischen Arbeitsgesetzbuchs sind disziplinarische Maßnahmen des Arbeitgebers gesetzlich auf eine formelle Abmahnung oder eine Kündigung beschränkt.
Geldbußen für Unternehmen bei Verstößen
Unternehmen, die keine rauchfreie Arbeitsumgebung gewährleisten, müssen mit direkten Geldbußen durch staatliche Aufsichtsbehörden rechnen. Für Gastronomiebetriebe gelten aufgrund der Risiken für die öffentliche Gesundheit strengere Haftungsmaßstäbe.
| Unternehmen / Verstoßende | Geldbuße beim Erstverstoß | Geldbuße bei wiederholtem Verstoß (innerhalb eines Jahres) | Zuständige Behörde |
|---|---|---|---|
| Einzelne beschäftigte Person | 51–170 UAH (oder Verwarnung) | 170–340 UAH | Nationalpolizei der Ukraine |
| Normales Unternehmen / Büro | 1.000 UAH | 10.000 UAH | Derzhprodspozhyvsluzhba |
| Restaurant / Café | 3.000 UAH | 15.000 UAH | Derzhprodspozhyvsluzhba |
| Fehlendes „Rauchen verboten“-Schild | 1.000 UAH | 1.000 UAH je Verstoß | Derzhprodspozhyvsluzhba |
Vorgeschriebene Warnschilder und Ergebnisse von Kontrollen
Nach ukrainischem Recht müssen gewerblich genutzte Räumlichkeiten gut sichtbare grafische Hinweise sowie Textschilder anbringen, die das Rauchen, Dampfen und die Verwendung von Tabakerhitzern und Wasserpfeifen ausdrücklich untersagen. Wer ohne diese Hinweise arbeitet, muss mit einer pauschalen Geldbuße von 1.000 UAH je Betriebsstätte rechnen.
Bei gezielten regionalen Kontrollen in Iwano-Frankiwsk verhängten die Aufsichtsbehörden gegen zwei Unternehmen Geldbußen in Höhe von insgesamt 2.000 UAH – ausschließlich wegen fehlender vorgeschriebener Warnschilder. Im ersten Halbjahr 2026 stellte der Staatliche Dienst landesweit 66 Verstöße gegen die Anti-Tabak-Vorschriften fest und verhängte Geldbußen gegen 41 gewerbliche Unternehmen.