Inhaltsverzeichnis

4-in-1 Einweg

4 Geschmacksrichtungen und 4 Mesh-Coils in 1 Gerät – für 80.000 Züge!

Kategorien

Der EU-Tabakkampf: Strengere Auflagen vs. Schadensminimierung

Teilen:
Während die Europäische Kommission ihre allererste Gesundheitsstudie zu alternativen Tabakerzeugnissen vorbereitet, ist eine tiefe Spaltung zwischen den Mitgliedstaaten entstanden: Die einen drängen auf strikte Verbote, die anderen verlangen belastbare wissenschaftliche Belege.
EU Tobacco Products Directive, TPD Revision

Brüssel rüstet sich für einen hochriskanten Konflikt um die Überarbeitung der Tabakerzeugnisrichtlinie (TPD) und der Richtlinie über die Tabaksteuern (TED). Ein Bündnis, das von Frankreich und den Niederlanden angeführt wird, setzt sich für strengere Auflagen für E-Zigaretten und Nikotinpouches ein, während Italien und Griechenland auf evidenzbasierte Politik pochen. Das Ergebnis wird nicht nur die regulatorische Landschaft für Schadensminimierung prägen, sondern auch darüber entscheiden, in welcher Höhe Milliarden an EU-Steuereinnahmen erzielt werden.

Die TPD-Überarbeitung: Ein präventiver Schlag?

Die bevorstehende Gesundheitsstudie der Europäischen Kommission bildet die Grundlage für die Überarbeitung derTabakerzeugnisrichtlinie (TPD). Diese Richtlinie entscheidet darüber, ob aufkommende Produkte – wie erhitzter Tabak und Nikotinpouches – genauso reguliert und besteuert werden sollen wie traditionelle herkömmliche Zigaretten.

Der Ton der Debatte wurde bereits von EU-Gesundheitskommissar Olivér Várhelyi vorgegeben, der umstritten erklärte, alternative Tabakerzeugnisse seien „ebenso schädlich wie konventionelle Zigaretten“. Gleichzeitig hat der interne Wachdienst der Kommission, der Regulatory Scrutiny Board (RSB), darauf hingewiesen, dass der derzeitige Bewertungsbericht „vorausschauende Maßnahmen“ enthält. Das deutet darauf hin, dass die Kommission den Weg zu strengeren Regeln bereits ebnet, bevor die wissenschaftliche Bewertung überhaupt finalisiert ist.

Die Spaltung der Mitgliedstaaten: Ideologie vs. Wissenschaft

Damit die überarbeitete TPD verabschiedet werden kann, ist eine qualifizierte Mehrheit unter den EU-Mitgliedstaaten erforderlich. Dadurch haben sich zwei klar unterscheidbare Lager gebildet:

  • Das Restriktionsbündnis: Angeführt von Frankreich und den Niederlanden setzt sich diese Gruppe für drastische Einschränkungen aller alternativen Nikotinprodukte ein – unabhängig davon, ob sie nicht brennbar sind.
  • Das Evidenzbündnis: Länder wie Italien und Griechenland – in denen Investitionen rund um Tabak eine große Rolle spielen – argumentieren, dass Regulierungsentscheidungen auf belastbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen müssen.

Der griechische Gesundheitsminister Adonis Georgiadis erklärte kürzlich, er werde sich jeder „übereilten Entscheidung widersetzen, die aus ideologischen statt aus wissenschaftlichen Gründen getroffen wird“. Er betonte: Wenn sich alternative Produkte wissenschaftlich nachweisbar von traditionellen Zigaretten unterscheiden, müssen sie auch unterschiedlich reguliert werden.

Die Debatte zur Schadensminimierung: Das schwedische Modell

Eine zentrale Schwierigkeit in der Debatte ist, dass diese alternativen Produkte erst relativ kurze Zeit auf dem Markt sind. Das veranlasst die Kommission zu einem besonders vorsichtigen Vorgehen. Branchenvertreter verweisen jedoch auf reale Daten aus der Praxis.

Nathan Jones, Leiter der EU-Regulierungsstrategie bei British American Tobacco, hob hervor, dass bereits überzeugende Daten in Schweden, Tschechien und Griechenland vorliegen: Dort sind die Raucherquoten auf neue Rekordtiefs gefallen – parallel zur Einführung von Vapes und Pouches. Jones warnte, das Ignorieren dieser Daten bedeute das Risiko, die Fehler aus Belgien und den Niederlanden zu wiederholen. Dort haben schlecht konzipierte Maßnahmen einen boomenden illegalen Vape-Markt befeuert, der von kriminellen Organisationen betrieben wird.

Im Gegenzug argumentieren französische Anti-Tabak-Organisationen wie Contre-Feu, dass der schwedische Erfolg auf die strikte Einhaltung von WHO-Rahmenwerken zurückzuführen sei – nicht auf die Verbreitung von Nikotinpouches.

Stagbar 6in1-Dampf-Disposables

StagBar Vape 6in1 180K Puffs Disposable

Die Stagbar 6-in-1 mit einem einzigartigen 6-Geschmacks-System und sechs unabhängigen Mesh-Coils ermöglicht es Nutzern, in einem schlanken Gerät zwischen sechs klar unterscheidbaren Geschmacksrichtungen zu wechseln—für bis zu 180.000 Puffs.

Der Besteuerungs-Stillstand: Die TED und TEDOR

Parallel zur Gesundheitsdebatte tobt ein erbitterter Kampf um die Besteuerung. Die Tabak-Eigenmittel aus der Verbrauchsteuer (TEDOR) sind entscheidend für das langfristige Budget der EU. Brüssel will jährlich 11,2 Milliarden Euro aus der Tabakbesteuerung einnehmen. Die Kommission hat eine 15-prozentige Abgabe auf die nationalen Einnahmen aus der Tabaksteuer vorgeschlagen.

MitgliedstaatStandpunkt zur Besteuerung (TED)
LuxemburgBefürwortet eine Übergangsphase, um abrupte Steuererhöhungen zu vermeiden, die sich an der Kaufkraft orientieren.
FrankreichSetzt sich für strengere Grenzen beim Einkauf über Grenzen hinweg ein, um Einnahmeverluste für Luxemburg zu verhindern.
SchwedenWendet sich gegen den aktuellen Ansatz, schädensminimierende Nikotinpouches zu besteuern.
DeutschlandDerzeit ohne Stellungnahme, verfügt aber über die entscheidende Stimme für jede endgültige Einigung.

Der drohende Stillstand

Die Verhandlungen sind festgefahren. Da für die TED Einstimmigkeit erforderlich ist, kann ein einzelnes Veto den gesamten Prozess zum Scheitern bringen. Der Fokus richtet sich nun auf Wopke Hoekstra, den EU-Kommissar für die Überwachung der Steuerpolitik, um diese tiefen Gräben zu überbrücken, bevor das nächste ECOFIN-Treffen stattfindet. Scheitert eine Einigung, könnte die jährliche Einnahme der Kommission aus Tabaksteuern auf rund 5 Milliarden Euro gedeckelt werden – was die Mitgliedstaaten dazu zwingen würde, mehr zum Gesamthaushalt der EU beizutragen.

Im Juli könnte sich die Lage noch weiter verkomplizieren, wenn Irland – das zu den Ländern mit den höchsten Tabaksteuersätzen in Europa zählt – die rotierende EU-Ratspräsidentschaft übernimmt. Branchenvertreter warnen, Dublin werde voraussichtlich nicht hinter EU-Steuerniveaus zurückbleiben, die unter den eigenen liegen. Das birgt das Risiko eines langwierigen und kostspieligen gesetzgeberischen Stillstands.

Ähnliche Beiträge